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Mit der Multirolle auf kapitale Fische

22.02.2021 07:53

Multirollen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn gerade beim Meeresangeln wird der Ausrüstung immer mehr abverlangt. Neben der richtigen Rute und Schnur brauchen Sie eine zuverlässige Multirolle, um Ihren großen Fang an Land zu ziehen. Aber auch am Süßwasser erfreuen sich Multirollen immer größerer Akzeptanz. In diesem Blogbeitrag lesen Sie wichtige Tipps, wie Sie richtig mit einer Multirolle umgehen und welche Dinge Sie beim Kauf beachten sollten.

Multirolle – robust & präzise

Im Unterschied zu einer gängigen Stationärrolle, welche Sie auf der Unterseite der Angelrute befestigen, montieren Sie Multirollen auf der Oberseite der Rute. Die Spule steht im rechten Winkel zur Schnur, was die Vorteile hat, dass zum einen der Kontakt zum Fisch präziser und feinfühliger ist, zum anderen, dass die Multirolle durch die axiale Ausrichtung weniger Belastung ausgesetzt ist. Der Name „Multi“ ist abgeleitet von Multiplikator, oder „Vervielfacher“ und beschreibt die Übersetzung der Multirolle, also wie oft die Schnurtrommel pro Kurbelumdrehung rotiert. Bei einem Verhältnis von 6 zu 1 dreht sich die Schnurtrommel entsprechend sechsmal pro Kurbelumdrehung. Kleinere Multirollen besitzen eher hohe Übersetzungen, um den Fisch schneller zu landen. Große Multirollenmodelle sind geringer übersetzt und bieten dafür eine bessere Kraftübertragung im Duell mit den ganz großen Kämpfern. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen kleineren Multirollen, den sogenannten Baitcastern, welche häufig für die Süßwasserangelei verwendet werden, und Multirollen für die Meeresfischerei und dem Angeln vom Boot aus. 

Rute in Rutenhalterung mit Fokus auf Multirolle, im Hintergrund Wasser
Mit der robusten Multirolle auf die ganz großen Fische! Quelle: Shutterstock/Maksym Fesenko

Größe & Varianten

Die Größe der Multirolle entnehmen Sie über die Angabe der Schnurkapazität. Generell gilt, die Rolle muss zum restlichen Gerät passen. Anders als bei Stationärrollen, unterscheiden wir bei Multirollen zwischen Linkshand- und Rechtshandmodellen.  Linkshand bedeutet, dass Sie die Rute mit der rechten Hand halten und mit der linken Hand die Multirolle bedienen. Des Weiteren gibt es Rollenmodelle mit Zweiganggetriebe, wo Sie ganz praktisch zwischen zwei verschiedenen Übersetzungen umschalten können. Einige Multirollen haben ein eingebautes Zählwerk, was eine präzise Tiefenkontrolle mit sich bringt, bis hin zu elektrischen Multirollen, die das Einholen der Schnur deutlich erleichtern. 

Beim Meeresangeln in Norwegen achten Sie bitte darauf, dass Ihre Multirolle auch salzwasserfest ist.

Die richtige Rollengröße für die passende Schnurstärke:

  • 50er Rolle:      Schnurklasse: 4-5kg Tragkraft für Köder von 6-15g
  • 100er Rolle:   Schnurklasse: 6-7,5kg Tragkraft für Köder von 10-25g
  • 200er Rolle:    Schnurklasse: 7,5-10 kg Tragkraft für Köder von 15-60g
  • 300er Rolle:   Schnurklasse: 10-25kg Tragkraft für Köder von 30-100g

Multirolle – multi Bremsen

Bei Multirollen gibt es folgende Bremssysteme:

Der Griff nach der Sternbremse

Der Name Sternbremse geht auf das sternenförmige Bremsrad zwischen Kurbel und Gehäuse zurück. Beim Drehen des Sternrades, bremst dies das Hauptantriebsrad ab, wodurch Sie dosieren können, wieviel Kraft der Fisch aufbringen muss, um Schnur zu ziehen.

Der Griff nach dem Hebel

Im Unterschied zur Sternbremse, finden Sie anstatt des Sternrades einen Hebel vor, der auch Lever Drag heißt. Die Kraftübertragung durch das Auslösen des Hebels überträgt sich auf eine Andruckplatte, die eine weitere Platte bremst, wodurch die Spule abbremst. Das Prinzip ähnelt einer Scheibenbremse beim Auto. Diese Art der Bremse eignet sich vor allem für die ganz großen Meeresfische, wie Thunfische und Marline, aber auch beim Meeresangeln in Norwegen sind die Scheibenbremsen in der Überzahl. Durch die Hebelausrichtung wissen Sie immer genau, wie stark die Bremse eingestellt ist. Bei der Sternbremse kann dies im Eifer des Gefechts schneller untergehen.

Die Fliehkraftbremse  

Viele Multirollen besitzen Fliehkraftbremsen, um die Bildung von Schnurperücken beim Auswurf zu verhindern. Dreht sich beim Auswurf die Spule schneller als die Schnur abgeben kann, kommt es infolge zu einem unliebsamen Schnurwirrwarr. Durch kleine Fliehkraftgewichte in der Spule entstehen hohe Zentrifugalkräfte, welche die Spule der Multirolle abbremst. Die Folge ist zwar eine kürzere Wurfweite, dafür ohne zeitaufreibende Entknotungsversuche. Nachteilig ist, dass sich die Fliehkraftbremse nicht einstellen lässt.

Die Magnetbremse

Im Gegensatz zur Fliehkraftbremse drosselt die Magnetbremse erst am Auswurfende. Der Köder fliegt am Ende der Flugphase immer langsamer und ohne Magnetbremse würde es durch die schnellere Spulenrotation zu Schnurverwicklungen kommen. Je schneller die Multirolle dreht, desto stärker das Magnetfeld und umso stärker die Bremswirkung.

Der gefühlvolle Wurf  

Anders als bei einer Stationärrolle werfen Sie mit einer Multirolle nicht ruckartig, sondern geschmeidig und gleichmäßig. Bei einem ruckartigen Wurf entstehen sofort Schnurperücken. Um das zu vermeiden, stellen Sie gerade als Anfänger die mechanische Flieh- oder Magnetbremse fest ein. Erst mit einem gewissen Training lösen Sie langsam die Bremseinstellungen und tasten sich so langsam an Ihre maximale Wurfweite heran.

Nichtsdestotrotz werfen Sie mit einer Multirolle nicht ganz so weit wie mit einer Stationärrolle, dafür gefühlvoller und deutlich präziser.

Nahaufnahme einer demontierten Multirolle
Mit der richtigen Pflege hält die Multirolle ein Leben lang. Quelle: Shutterstock/Dmitriev Mikhail

Die richtige Pflege

Nach dem Angelvergnügen reinigen Sie das Gehäuse der Multirolle am besten mit Süßwasser und stellen die Rolle danach in einen warmen Raum zum Trocknen.

Generell sind Multirollen pflegeintensiver als Stationärrollen. Die Spule ist kugelgelagert und bedarf ab und an einer Portion Öl. Grundsätzlich gilt, mindestens einmal im Jahr sollten Sie die Rolle öffnen und das Innenleben reinigen und einfetten.

Vor- und Nachteile in Kürze

Vorteile:                                                                   

  • Hohe Robustheit & Langlebigkeit auch bei großen Fischen           
  • Gefühlvolles, zielgenaues Werfen
  • Direkter & spürbarer Köderkontakt
  • Eignet sich sehr gut zum Vertikalangeln

Nachteile:

  • Leichte Köder fliegen mit Stationärrolle besser
  • Bei starken Gegenwind werden Auswürfe schwieriger
  • Geringere Wurfdistanz
  • Höherer Wartungsaufwand als bei Stationärrolle

Zusammenfassung

Ob beim Meeresangeln in Norwegen oder bei der Jagd auf den ganz großen Wels, mit einer Multirolle sind Sie, was Stabilität und Zuverlässigkeit angeht, auf der sicheren Seite.

Überzeugen Sie sich gern von den Multirollen bei uns im Shop!

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