Angeln mit Jerkbaits

30.10.2019 10:49

Jerkbaits sind fängige Köder mit dem sich Hechte und andere Raubfische hervorragend angeln lassen. Die kleinen Fischimitate haben in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da sie kapitale Fische an Land gezogen haben. Doch was ist ein Jerkbait eigentlich genau für ein Köder, wie wird er geführt und auf welche Fische wirkt er unwiderstehlich? Erfahren Sie das alles in unserem Blog-Artikel.

Jerkbaits - Die etwas anderen Kunstköder

Schauen wir ins Englisch-Wörterbuch und schlagen „jerk“ nach, erkennen wir gleich, wozu die Köder benutzt werden. Jerken bedeutet Rucken oder Zucken. Bait ist ein Köder. Die Angler führen die Kunstköder also ruckartig durchs Wasser, um einen Raubfisch darauf aufmerksam zu machen. Die Fischimitationen sind heutzutage meist aus Kunststoff. Ältere Modelle sind auch aus Holz, es gibt auch welche aus leichtem Metall. An den Enden und am Bauch sind die Haken befestigt.

Die Bewegungen des Jerkbaits bestimmt der Angler mit seiner Rutenführung. Von daher haben die Fischchen aus Kunststoff auch keine Tauchschaufel, wie die Wobbler. Es gibt unterschiedliche Formen, aber die meisten sind seitlich flach und im Profil leicht bauchig und hochrückig. Sie erinnern oft an kleine Karpfen oder stellen eine vereinfachte Fantasie-Fischform dar. Bei den Jerkbaits stimmt es nicht, dass nur die natürlichen Formen fängig sind. Gerade unbekannte Formen können in stark beangelten Gewässern die weiseren Großfische anlocken.

Ein Hecht der mit einem Jerkbait gefangen wurde
Quelle: Shutterstock/Proshkin Aleksandr

Glider & Diver - verschiedene Arten von Jerkbaits

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Jerkbaits; die Glider und die Diver. Die Glider gleiten gewissermaßen durchs Wasser, sie bewegen sich im Zickzack von rechts nach links. Die Diver bewegen sich im Zickzack auf und ab. Das ist keine natürliche Bewegung eines Fisches. Am ehesten erinnern die Diver-Jerkbaits an einen sterbenden Fisch, der versucht, abzutauchen, dann aber immer wieder auftaucht. Die Köder sollen vor allem reizen und den Raubfisch neugierig machen, anstatt einem normalen Beutefisch zu ähneln. Die Zielfische attackieren dann die unbekannte Kreatur, um sie zu fressen oder zu verjagen. Die Diver gibt es in unterschiedlichen Gewichtsvarianten, die entweder schnell oder langsam absinken.

Die schwimmenden Varianten, die Glider, eignen sich sehr gut zu allen Jahreszeiten, um die Oberflächen abzufischen. Gerade an schwer zugänglichen Stellen, wie Krautfeldern, können Sie einen guten Fang machen, an den Sie mit anderen Ködern und Methoden nicht rankommen. Absolut beeindruckend ist es, wenn Sie den Lauf des schwimmenden Köders beobachten und dann ein Hecht in voller Länge aus dem Wasser springt um zu Beißen.

Realistische oder natürliche Farben - was fängt besser?

Auch wenn die realistische Form keine allzu große Rolle spielt, sind doch die Jerkbaits in natürlichen Fischfarben, besonders in klarem Wasser sehr gute Köder. Fantastische Designs und Farben kommen in trübem Wasser meist besser an. Gerade bei schlechter Sicht helfen grelle Farben oder sogar UV-farbige Markierungen, die Räuber anzulocken. Trotz all diesen Hinweisen ist es am besten, im Angelgewässer verschiedene Köderformen und -farben auszuprobieren. Gerade die älteren und klügeren Raubfische sind skeptisch und lassen sich seltener fangen.

Manche Jerkbaits sind, wie Wobbler, mit Metallkugeln gefüllt, die lautstarke Geräusche erzeugen. Das sorgt für einen zusätzlichen Reiz.

Das Führen von Jerkbaits im Wasser

Ihr verführerisches Potenzial entfalten die Jerkbaits erst dann, wenn man sie mit ruckartigen Bewegungen durch das Wasser zieht und danach einige Zeit an einer locker gehaltenen Schnur ihre eigenen Bahnen ziehen lässt. Die Diver ziehen Sie dabei immer wieder mal nach oben, die Glider von rechts nach links. Viele Jerkbaits brechen nach der ruckartigen Beschleunigungsphase von allein zur Seite oder nach unten aus. Durch kurz aufeinander folgende Rutenschläge oder kurze Kurbelbewegungen zum Einholen, laufen die Köder eigenständig im Zickzack durchs Wasser. Oft setzen sie an, aus ihrer Bahn auszubrechen, folgen dann aber wieder in die Richtung, in die Sie einholen. Das Jerken erfordert ein wenig Übung, aber die Technik ist schnell erlernt. Am besten halten Sie die Rute frontal vor sich und schlagen Sie in Richtung der Wasseroberfläche. Damit ist auch klar, wieso Jerkruten besonders kurz ausfallen, denn mit langen Ruten würde man ständig ins Wasser schlagen.

Für die Jerkbaits benötigen Sie folgende Ausrüstung:

Raubfische können Jerkbaits kaum widerstehen

Besonders Großhechte, aber auch Zander und Barsche können Sie hervorragend mit Jerkbaits fangen. Und das gegen die gängige Meinung, nicht nur in flachen Gewässern oder im Frühjahr. Je größer die Jerkbaits, desto größer auch die Fänge. Alle Raubfische finden die ungewöhnlichen Köder und seinen Lauf interessant und beißen gerne an. Gerade an Stellen, die schon viele Angler mit diversen Ködern abgefischt haben, bringen die Jerkbaits doch noch einen guten Fang. Das liegt auch daran, dass das Jerken in Deutschland sehr viel unpopulärer ist, als in Amerika und die erfahrenen Fische, die Köder noch nicht kennen.

Am besten legen Sie sich ein ganzes Jerkbait Set zu. Zwar sind die Köder nicht gerade günstig, aber sie sind sehr langlebig und Sie können sie immer wieder einsetzen. In einer Jerkbait Box sammeln Sie einige unterschiedliche Größen und Typen. Am besten starten Sie mit einem Diver und einem Glider zwischen 12 und 55 Gramm. Durch die hohe Fangquote der Jerkbaits landen Sie damit sicher bald Ihren Traumhecht oder -zander.

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